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HMD Pulse
Das HMD Pulse ist ein 4G-Einsteiger mit 6,56-Zoll-Display, Unisoc T606, 4 GB RAM, austauschbarem 5.000-mAh-Akku, NFC und IP52 und setzt auf Reparierbarkeit statt auf Tempo.

Die wichtigsten Werte auf einen Blick
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Technische Daten
- Display
- 6.56" HD+ (1612x720), 90Hz, up to 600 nits boost
- Chipset
- Unisoc T606
- RAM
- 4GB
- Virtual RAM
- Up to 6GB (memory extension)
- Storage
- 64GB, microSD up to 256GB
- Rear Camera
- 13MP main (dual camera module), LED flash
- Front Camera
- 8MP
- Battery
- 5,000 mAh, 10W wired, QuickFix replaceable
- OS
- Android 14, 2 OS upgrades, 3 years of quarterly security updates
- Connectivity
- 4G, NFC, Bluetooth 5.0, Wi-Fi 5, USB-C 2.0, 3.5 mm jack
- Water/Dust Resistance
- IP52
- Dimensions
- 163.19 x 75.02 x 8.45 mm, 187 g
Das HMD Pulse ist das schlichteste Modell einer vierteiligen Smartphone-Familie des finnischen Herstellers HMD, und genau darin liegt sein Reiz. Es verbindet ein 6,56 Zoll großes HD+-Display mit dem Unisoc T606, 4 GB RAM, 64 GB Speicher, einer 13-Megapixel-Kamera und einem 5.000-mAh-Akku, den man zu Hause selbst wechseln kann. HMD beschreibt das Gerät als Ausgewogenheit aus Preis, Leistung und Reparierbarkeit. Dieser Text beruht auf den veröffentlichten Spezifikationen und Herstellerangaben und versucht einzuordnen, was diese Ausgewogenheit im Alltag bedeutet und wo sie endet.
Einordnung in HMDs Modellreihe
HMD verkauft vier eng verwandte Geräte unter den Namen Pulse und Crest. Das Pulse ist der Einstieg. Sein Gehäuse teilt es fast vollständig mit dem HMD Pulse+: gleiche Maße von 163,19 x 75,02 x 8,45 mm, gleiches Gewicht von 187 g, aber das Plus-Modell bringt mehr Speicher und einen höher auflösenden Hauptsensor mit. Das HMD Pulse Pro setzt dagegen auf eine 50-MP-Frontkamera und schnelleres Laden, und das HMD Crest bietet 5G und ein OLED-Panel. Im Vergleich ist das Pulse die Variante für alle, die Design und Reparaturversprechen der Familie wollen, ohne für Extras zu zahlen.
Als Farben nennt HMD Dreamy Pink, Meteor Black und Atmos Blue. Der Hersteller weist außerdem darauf hin, dass die Verfügbarkeit je nach Land unterschiedlich ist und das Modell in Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden und Belgien nicht angeboten wird. Leser in diesen Märkten begegnen dem Gerät daher vor allem über Importe oder Nachbarregionen.
Design, Verarbeitung und Display
Das Pulse ist ein klassischer Flachbau: eine ebene Front mit kleiner Aussparung für die Selfie-Kamera am oberen Rand, eine farbige Rückseite mit einem eckigen Modul für zwei Linsen und den LED-Blitz sowie ein mittig platziertes HMD-Logo. Mit 8,45 mm Dicke und 187 g ist es für ein 6,56-Zoll-Gerät weder besonders schlank noch besonders schwer. Laut HMD ist es nach IP52 geschützt, also begrenzt gegen eindringenden Staub und gegen senkrecht tropfendes Wasser, nicht aber gegen Strahlwasser oder Untertauchen. Als regentauglich, nicht als wasserdicht einstufen.
Das Display ist ein HD+-Panel mit 1612 x 720 Pixeln im Format 20:9. HMD gibt eine typische Helligkeit von 480 Nits an, im Boost-Modus 600 Nits, dazu eine Bildwiederholrate von 90 Hz. Die 90 Hz sind der nützliche Teil: Scrollen durch Feeds und Menüs wirkt spürbar flüssiger als auf 60-Hz-Bildschirmen. Die Auflösung ist der Kompromiss. Verteilt auf 6,56 Zoll reichen 720 Pixel Breite für Text und Video aus, wirken aber weicher als Full-HD-Displays, besonders bei kleiner Schrift. Als typische Farbabdeckung nennt der Hersteller 70 Prozent NTSC, was auf brauchbare, aber nicht üppige Farben schließen lässt.
In der Anschlussliste stehen ein 3,5-mm-Kopfhörerausgang und ein USB-Typ-C-Port mit USB-2.0-Geschwindigkeit und OTG-Unterstützung. Beim Ton spricht HMD von OZO Audio, dem Markennamen für die Aufnahme- und Wiedergabeabstimmung. Stereolautsprecher verspricht der Hersteller nicht.
Leistung, Arbeitsspeicher und Software
Als Prozessor dient der Unisoc T606, ein Einstiegschip, dem HMD 4 GB echten Arbeitsspeicher zur Seite stellt. Die Werbung spricht von bis zu 6 GB Speicher, doch das Datenblatt macht klar, dass der Rest virtuell ist: Als Optionen werden 4 GB oder 6 GB Speicherplatz genannt, die als erweiterter Arbeitsspeicher dienen. In einer Fußnote erklärt HMD, dass die Speichererweiterung ausreichend freien Platz braucht und zum Schutz des Flashspeichers automatisch und dauerhaft abgeschaltet wird, sobald 90 Prozent der Nutzungsgrenze erreicht sind, was laut Hersteller bei intensiver Nutzung nach etwa vier Jahren geschehen kann. Man sollte das Gerät daher als 4-GB-Telefon betrachten und die virtuelle Option als kleines Polster für Hintergrund-Apps verstehen.
Der interne Speicher beträgt 64 GB, per microSD lassen sich bis zu 256 GB ergänzen. Da System und vorinstallierte Apps, wie HMD selbst anmerkt, einen erheblichen Teil belegen, liegt der nutzbare Platz deutlich unter 64 GB. Der Kartenslot ist hier deshalb kein Luxus, sondern für Fotos, Offline-Karten und Musik fast Pflicht.
Ausgeliefert wird das Pulse mit Android 14. HMD verspricht zwei Betriebssystem-Upgrades und drei Jahre vierteljährliche Sicherheitsupdates, gerechnet ab dem globalen Marktstart. Vierteljährlich ist langsamer als die monatlichen Patches mancher Konkurrenten und lässt zwischen Bekanntwerden einer Schwachstelle und dem Fix mehr Zeit verstreichen. Die Regel ist dennoch klar und lässt sich auf den Sicherheitsseiten des Herstellers nachprüfen. Zur Absicherung gibt es einen Fingerabdrucksensor in der Einschalttaste an der Seite sowie Gesichtserkennung. Außerdem ist das Gerät als Android Enterprise Recommended gelistet.
Der T606 bewältigt Nachrichten, Telefonate, Karten, soziale Apps und Videowiedergabe ohne Aufregung. Schwer hat er es bei anspruchsvollen 3D-Spielen, intensivem Multitasking und langen Surfsitzungen mit vielen Tabs. Unabhängige Messwerte liegen hier nicht vor, deshalb wird keine Benchmarkzahl genannt; entscheidend ist, die Erwartungen auf leichte Alltagsnutzung zu begrenzen.
Kamera
Hinten sitzt ein 13-MP-Sensor mit Autofokus in einem Zweilinsen-Modul, dazu ein LED-Blitz. Das Datenblatt nennt nur die 13-MP-Einheit, die zweite Linse ist also eher ein Hilfssensor als eine zweite Hauptkamera. Vorn arbeitet eine 8-MP-Kamera. An Funktionen führt HMD den Super-Nachtmodus mit Stativoption, FlashShot, KI-HDR und die Hauttonoptimierung auf. Die beiden letzten sollen laut Hersteller natürlich lebendige Bilder und treue Hauttöne liefern.
13 Megapixel sind für 2024 bescheiden, wo 50-MP-Sensoren in der Einstiegsklasse üblich sind, doch Megapixel sind nicht alles: Bei Sensoren dieser Klasse sind Tageslichtaufnahmen meist in Ordnung, bei wenig Licht entscheidet die Bildverarbeitung. Details zur Videoaufnahme nennt die Produktseite nicht, man sollte also weder 4K noch aufwendige Stabilisierung erwarten. Für Schnappschüsse, Messenger und Dokumente reicht die Kamera; wer gern fotografiert, ist in dieser Familie mit dem Pulse Pro und seinen 50-MP-Sensoren besser bedient.
Akku, Laden und Reparatur
Der 5.000-mAh-Akku ist das stärkste Argument. HMD nennt bis zu 59 Stunden Akkulaufzeit, gemessen in einem Praxistest mit fünf Stunden aktiver Nutzung pro Tag, darunter Spiele, Videostreaming, Telefonate, Surfen und soziale Apps, wobei das Gerät über Nacht im Standby blieb. Das ist eine Herstellerangabe für einen neuen Akku unter bestimmten Bedingungen und daher als Obergrenze zu lesen; im gemischten Alltag mit 90-Hz-Display dürften eher anderthalb bis zwei Tage realistisch sein.
Das Laden ist langsam. Das Telefon unterstützt 10 W, und eine 5.000-mAh-Zelle braucht damit mehrere Stunden bis zur Vollladung. Anders als beim Crest führt die Lieferumfangsliste kein Netzteil auf: Enthalten sind ein USB-C-Kabel, eine Kurzanleitung, ein Sicherheitsheft und eine SIM-Nadel. Ein eigenes Ladegerät muss man also einplanen.
Die Reparierbarkeit ist der Grund, warum dieses Telefon existiert. Der Akku ist als QuickFix-austauschbar gekennzeichnet, und HMD sagt, dass Besitzer ein beschädigtes Display, einen verbogenen Ladeanschluss, eine zerkratzte Rückabdeckung oder einen verschlissenen Akku selbst ersetzen können; Ersatzteile und Schritt-für-Schritt-Anleitungen gibt es über den iFixit-Reparaturbereich. Zudem gibt HMD an, der Akku sei darauf getestet, nach 800 vollen Ladezyklen mindestens 80 Prozent seiner ursprünglichen Kapazität zu behalten. Stimmen beide Angaben, hat das Gerät eine realistische Lebensdauer über das dreijährige Sicherheitsfenster hinaus.
Konnektivität
Das Pulse ist ein 4G-Telefon. Es unterstützt die LTE-Bänder 1, 3, 5, 7, 8, 20, 28, 38 und 40 samt WCDMA- und GSM-Rückfall, nimmt eine Nano-SIM auf und bietet Bluetooth 5.0, Dualband-WLAN bis 802.11ac, GPS mit Galileo und NFC. Der NFC-Chip ist nützlich, denn HMD bewirbt damit kontaktloses Bezahlen mit der bevorzugten Zahlungs-App. 5G gibt es nicht; wer auf die Netze der Zukunft Wert legt, schaut sich das Crest an.
Für wen das HMD Pulse gedacht ist
Das Telefon richtet sich an Käufer, denen Haltbarkeit, Akkulaufzeit und das Recht auf Selbstreparatur wichtiger sind als Bildschirmschärfe und Kameraauflösung. Es passt als erstes Smartphone, als Zweitgerät, als Arbeitstelefon, das ein paar Stöße aushalten und günstig repariert werden muss, oder für Familienmitglieder, die vor allem telefonieren, schreiben und Videos schauen. NFC und Kopfhörerbuchse beseitigen zwei häufige Ärgernisse billiger Handys.
Wer ein flinkes Gefühl oder ordentliche Nachtfotos erwartet, ist hier falsch. Für den Vergleich mit anderen Einsteigergeräten bietet sich die Gegenüberstellung HMD Pulse gegen Galaxy A56 an, die zeigt, wie groß der Abstand bei Bildschirm, Chip und Kamera zu einem Samsung der Mittelklasse ausfällt. Als weiteren günstigen Konkurrenten kann man das Tecno Spark 40 ansehen, und die Rangliste zeigt, wo jedes Gerät bei den Zahlen steht.
Kompromisse im Überblick
- Niedrige Auflösung: 1612 x 720 Pixel auf 6,56 Zoll reichen für das meiste, aber nicht für feine Details.
- Langsames Laden: 10 W, und kein Netzteil in der Lieferliste.
- Knapper Arbeitsspeicher: 4 GB echt; die weiteren 6 GB sind virtuell und verbrauchen Speicherplatz.
- Kleiner Speicher: 64 GB, davon belegt das System einen großen Teil.
- Vierteljährliche Sicherheitsupdates: drei Jahre lang, aber nur alle drei Monate.
- Kein 5G: bei 4G ist Schluss.
- Regionale Verfügbarkeit: laut HMD nicht in Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden und Belgien erhältlich.
Unterm Strich bietet das Pulse ein ehrliches, bescheidenes Paket, dessen eigentlicher Wert im Reparaturprogramm und im Akku liegt. Wem beides wichtig ist, trifft eine vernünftige Wahl; wer darauf keinen Wert legt, bekommt bei einem Konkurrenten mit schärferem Bildschirm oder größerem Kamerasensor für ähnliches Geld mehr.
Platzierung in den Rankings
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Häufig gestellte Fragen
Wann ist HMD Pulse erschienen?
HMD Pulse erschien laut veröffentlichter Herstellerinformation am 2024-10-01.
Was sind die wichtigsten Daten von HMD Pulse?
Eckdaten von HMD Pulse: Akku: 5.000 mAh, Bildwiederholrate: 90 Hz, Hauptkamera: 13 MP, RAM: 4 GB. Die vollständige Datenblatt-Tabelle steht weiter oben auf dieser Seite.
Lohnt sich der Kauf von HMD Pulse?
Das hängt von Ihren Prioritäten ab. Nutzen Sie den redaktionellen Test auf dieser Seite für unsere Einschätzung, prüfen Sie oben die Rankings zu Akku, Display und Kamera und vergleichen Sie das Gerät direkt mit ähnlichen Modellen, bevor Sie sich entscheiden.


