Smartphones
Fairphone Gen. 6
Fairphones reparierbares Smartphone von 2025 hat einen wechselbaren 4.415-mAh-Akku, ein 6,31-Zoll-AMOLED mit 120 Hz, einen Snapdragon 7s Gen 3 und laut Hersteller sechs große Android-Updates bis 2033.

Die wichtigsten Werte auf einen Blick
Galerie




Technische Daten
- Display
- 6.31" LTPO AMOLED, 1116x2484, 431 ppi, 10-120Hz adaptive
- Chipset
- Snapdragon 7s Gen 3
- RAM
- 8GB
- Storage
- 256GB UFS 3.1, microSD up to 2TB
- Rear Camera
- 50MP main (f/1.88, OIS) + 13MP ultrawide (120°)
- Front Camera
- 32MP (f/2.0)
- Battery
- 4,415 mAh removable, 27W wired (30W peak), no wireless charging
- OS
- Android 15 at launch; six major Android updates and software support until 2033
- Dimensions
- 156.57 x 73.28 x 9.6 mm, 193 g
- Durability
- IP55 splash and dust resistance
- Colors
- Cloud White, Forest Green, Horizon Black
Das Fairphone (Gen. 6) ist die sechste Smartphone-Generation des niederländischen Unternehmens Fairphone. Es wurde am 25. Juni 2025 vorgestellt und in den Startunterlagen als ab sofort erhältlich beschrieben. Es setzt den Ansatz der Marke fort: ein Telefon, das Besitzer selbst reparieren können, mit wechselbarem Akku, einem modularen Aufbau, dessen Teile sich mit einem einzigen Schraubendreher tauschen lassen, und einem langen Software-Versprechen. Diese Seite stützt sich auf die veröffentlichten Spezifikationen und Herstellerangaben. Sie behandelt die Stellung innerhalb der Fairphone-Reihe und gegenüber Mitbewerbern, Bauweise und Display, Leistung und Software, Kameras, Akku und Laden, die Zielgruppe und die Kompromisse, die sich aus den Prioritäten des Geräts ergeben.
Einordnung
Fairphone verkauft nur wenige Modelle, und die Gen. 6 ist das aktuelle Hauptmodell. In den europäischen Startunterlagen lag die empfohlene Preisangabe bei 599 Euro. Später kam mit dem Fairphone (Gen. 6+) eine Variante mit 12 GB RAM und dem neueren Snapdragon 7s Gen 4 für 649 Euro hinzu, die sonst alles mit dem Basismodell teilt: Display, Kameras, Akku und Gehäuse. Diese Seite behandelt die Basisversion Gen. 6 mit 8 GB RAM und dem Snapdragon 7s Gen 3.
Im Markt konkurriert das Fairphone weniger über reine Geschwindigkeit als über das Besitzerlebnis: Wie lange kann man es behalten, wie leicht lässt es sich reparieren und wie wird es hergestellt. Preislich liegt es im Umfeld der gehobenen Mittelklasse, etwa neben dem Galaxy A56, dem Pixel 9a und dem Nothing Phone (3a), die für ein ähnliches Budget oft schnellere Chips oder bessere Kameras bieten. Die Zahlen nebeneinander zeigt die Seite Fairphone (Gen. 6) gegen Galaxy A56, und einen Überblick über das gesamte Feld liefern die Ranglisten.
Bauweise, Reparierbarkeit und Display
Das Gen. 6 misst 156,57 x 73,28 x 9,6 mm und wiegt 193 g, ist also deutlich dicker als die meisten Telefone seiner Klasse. Die zusätzliche Dicke gehört zum Handel: Ein wechselbarer Akku, austauschbare Module und ein stabiler Rahmen brauchen Platz. Laut Fairphone lassen sich zwölf Teile vom Besitzer mit einem einzigen Schraubendreher tauschen, und mehr als 50 Prozent des Geräts bestehen nach Gewicht aus fairen oder recycelten Materialien, nach 42 Prozent beim Fairphone 5. Das sind Angaben des Unternehmens und kein unabhängiges Audit, aber sie bestimmen die Identität des Geräts.
Es gibt die Farben Cloud White, Forest Green und Horizon Black. Der Schutz gegen Staub und Spritzwasser ist mit IP55 angegeben. Das bedeutet begrenzten Schutz gegen eindringenden Staub und Schutz gegen Strahlwasser, bleibt aber hinter den IP67- oder IP68-Werten zurück, die viele gängige Telefone für das Untertauchen nennen. Regen und Spritzer sind unproblematisch, zum Schwimmen sollte man das Gerät aber nicht mitnehmen. Der Schutzgrad setzt außerdem voraus, dass Rückseite und Module korrekt montiert sind, was bei einem Telefon, das zum Öffnen gedacht ist, eine Überlegung wert ist.
Das Display ist ein 6,31 Zoll großes LTPO-AMOLED-Panel mit 1116 x 2484 Pixeln (431 ppi) und einer adaptiven Bildwiederholrate von 10 bis 120 Hz. Dank LTPO kann das Panel bei statischen Inhalten auf niedrige Raten absinken, was die Akkulaufzeit schont, und die 120-Hz-Obergrenze sorgt für flüssiges Scrollen. Auf der Seite von Fairphone sind ein Fingerabdrucksensor im Einschaltknopf sowie Barometer, Kompass und Hall-Sensor aufgeführt. Eine Spitzenhelligkeit nennt die Seite nicht, daher lässt sich die Ablesbarkeit im Freien hier nicht beziffern.
Leistung und Software
Das Gen. 6 nutzt den Snapdragon 7s Gen 3 mit 8 GB LPDDR5-Arbeitsspeicher und 256 GB UFS-3.1-Speicher; ein microSD-Steckplatz nimmt Karten bis 2 TB auf. Der Chip gehört zur gehobenen Mittelklasse. Er bewältigt soziale Apps, Navigation, Fotos, Videos und die meisten Spiele bei mittleren Einstellungen ohne Mühe, erreicht aber bei anspruchsvollen Spielen oder lang anhaltender Last nicht die Leistung von Flaggschiff-Prozessoren. Die Speichererweiterung ist ein praktischer Vorteil, den nur noch wenige aktuelle Telefone bieten.
Bei der Software setzt Fairphone einen Schwerpunkt. Das Telefon kam mit Android 15 auf den Markt, und das Unternehmen verspricht sechs große Android-Updates sowie Software-Unterstützung bis 2033. Das ist für Android-Verhältnisse lang und passt zur reparierbaren Hardware. Zusätzlich beschreibt Fairphone in seiner Startgeschichte einen vereinfachten Modus namens Moments, der sich zuschalten lässt, um Ablenkungen zu verringern. Wie bei jedem Support-Versprechen kommt es auf die Umsetzung an, daher ist es sinnvoll, die Update-Historie des Unternehmens über die Zeit zu beobachten, statt sich allein auf die Zusage zu verlassen.
Kameras
Hinten arbeiten zwei Kameras: eine 50-MP-Hauptkamera mit Blende f/1,88 und optischer Bildstabilisierung sowie eine 13-MP-Ultraweitwinkelkamera mit 120 Grad Bildwinkel. Ein eigenes Teleobjektiv gibt es nicht, ein Zoom über die Brennweite der Hauptkamera hinaus beruht also auf Ausschnitten. Die Frontkamera hat 32 Megapixel bei f/2,0. Auf dem Papier ist das ein klassisches Zwei-Kamera-Layout, und das Datenblatt nennt weder Sensorgrößen noch Videomodi, weshalb wir keine Aussage zur Bildqualität treffen. Wer vor allem fotografiert, sollte sich unabhängige Beispielbilder ansehen, denn Konkurrenten in dieser Preisklasse haben oft ein Teleobjektiv und aufwendigere Bildverarbeitung.
Akku und Laden
Der Akku ist eine Lithium-Ionen-Zelle mit 4.415 mAh, die der Besitzer entnehmen und ersetzen kann. Kabelgebundenes Laden ist mit 27 Watt angegeben, mit einer Spitze von 30 Watt; kabelloses Laden wird nicht unterstützt. Die Kapazität ist nach heutigen Maßstäben mäßig, denn viele Telefone dieser Klasse bieten 5.000 mAh oder mehr. Dafür lässt sich eine verbrauchte Zelle tauschen, statt das Telefon auszumustern, was über einen Support-Zeitraum von sechs Jahren zählt. Eine Laufzeitangabe veröffentlicht Fairphone auf der Seite nicht, die praktische Ausdauer muss also anhand unabhängiger Tests beurteilt werden. Das Fehlen von kabellosem Laden ist eine kleine Unannehmlichkeit, die aus dem modularen Aufbau folgt.
Für wen es sich eignet
Das Gen. 6 ist für Menschen gedacht, die ihr Telefon viele Jahre behalten, Teile gern selbst reparieren oder tauschen und Wert auf faire Beschaffung und recycelte Materialien legen. Es passt zu Nutzern, die auf eine microSD-Karte angewiesen sind, ein langes Update-Versprechen wollen und einen dickeren Körper akzeptieren. Auch wer Elektroschrott verringern möchte, findet hier einen Ansatz: Mit austauschbarem Akku und tauschbaren Modulen kann das Telefon im Prinzip länger halten als ein üblicher Aufrüstzyklus.
Kompromisse
- Leistung pro Euro. Der Snapdragon 7s Gen 3 ist solide, aber nicht schnell, und Konkurrenten zum ähnlichen Preis bieten oft flottere Chips.
- Kameras. Kein Teleobjektiv und ein Standardaufbau mit zwei Kameras begrenzen die Vielseitigkeit.
- Wasserschutz. IP55 liegt unter dem IP67 oder IP68 vieler gängiger Telefone.
- Größe und Laden. Mit 9,6 mm ist es dick, lädt mit bis zu 27 Watt kabelgebunden und hat kein kabelloses Laden.
- Preis. Der europäische Listenpreis lag bei 599 Euro; einen offiziellen US-Preis fanden wir auf den geprüften Seiten nicht.
Insgesamt ist das Fairphone (Gen. 6) eine bewusste Wahl und kein Datenblatt-Sieger. Wer Reparierbarkeit und Langlebigkeit höher gewichtet als Benchmark-Werte, findet hier eines der wenigen Telefone, die genau darauf ausgelegt sind. Wer das nicht tut, vergleicht es vor der Entscheidung direkt mit dem Galaxy A56. Für beide Gruppen gilt: Die Datenblattwerte sind Herstellerangaben, und wie sich Akku, Kamera und Software im Alltag schlagen, zeigt erst die Nutzung über einen längeren Zeitraum.
Platzierung in den Rankings
Fairphone Gen. 6 mit ähnlichen Geräten vergleichen
Häufig gestellte Fragen
Wann ist Fairphone Gen. 6 erschienen?
Fairphone Gen. 6 erschien laut veröffentlichter Herstellerinformation am 2025-06-25.
Was sind die wichtigsten Daten von Fairphone Gen. 6?
Eckdaten von Fairphone Gen. 6: Akku: 4.415 mAh, Bildwiederholrate: 120 Hz, Hauptkamera: 50 MP, RAM: 8 GB. Die vollständige Datenblatt-Tabelle steht weiter oben auf dieser Seite.
Lohnt sich der Kauf von Fairphone Gen. 6?
Das hängt von Ihren Prioritäten ab. Nutzen Sie den redaktionellen Test auf dieser Seite für unsere Einschätzung, prüfen Sie oben die Rankings zu Akku, Display und Kamera und vergleichen Sie das Gerät direkt mit ähnlichen Modellen, bevor Sie sich entscheiden.


